Ausstellungsmöbel

Das Konzept

In der Gestaltung der Ausstellungsmöbel wird die Transformation – die Verlagerung des Lebensmittelpunkts aus dem Privaten hinaus in den öffentlichen Raum, wie wir sie derzeit seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen erleben – dargestellt und physisch umgesetzt.

Ausgangspunkt ist ein würfelförmiger Raum mit einem Raster aus 3x3 Kassetten je Seite. Auf der inneren Grundfläche des Raumes ist ein repräsentativer Zimmergrundriss dargestellt, auf dem der Tagesablauf einer Architekturstudierenden im Lock-down dargestellt wird. Auf den unzugänglichen, inneren Seiten des Mantels werden die Studierendenprojekte ausgestellt – auf den zugänglichen Außenseiten der Entwurfsprozess und Kontext der besonderen Umstände dieses Semesters. 

Erst durch das Aufbrechen des Raumes - einer Transformation, welche die Innenseite des Würfels nach außen in die Öffentlichkeit kehrt, werden die Projekte zugänglich. Durch die Abwicklung und Auflösung der Seitenflächen, dem Klappen und Schwenken der Kassetten, entsteht ein komplett neues räumliches Gefüge, in dem nun beides, Projekte und Kontext, in die Präsenz gerückt und miteinander in Bezug gesetzt werden. Durch die Öffnung des Raumes jeden Morgen, sowie das Schließen am Abend wird der Prozess der Verlagerung von privater Räumlichkeit in den öffentlichen Raum nahbar und nachvollziehbar gemacht. 

Draufsicht Tag

Draufsicht Nacht

Materialität

Das Ausstellungsmöbel spielt mit dem Kontrast von zwei Materialien. Holz und PC. Natürlich und künstlich. Opak und Transparent. Das konstruktives Grundmodul bilden die Kassetten, bestehend aus einem steifen Rahmen aus 30 Millimeter Birkensperrholz und deren Füllung aus 16 Millimeter PC-Hohlkammerplatten oder Birkensperrholz. Module, die im geöffneten Zustand (Tagausstellung) als Projektpanelle aufgeklappt werden, sind Transparent gefüllt. Die begehbaren Bodenkassetten mit Sperrholz.

Verbunden werden die Module mit Stahlscharnieren, welche im geschlossenen Zustand (Würfel) zusammen mit Verschraubungen (Gewindeschrauben) einen kraftschlüssigen Verband zu Kassettenplatten, bestehend aus 3x3 Modulen erwirken. Wird der Würfel geöffnet, müssen lediglich die Verschraubungen gelöst werden und der Mantel kann abgewickelt werden. Aufgestellte Module werden mit Stahlwinkeln, die seitlich an den Rahmen angeschraubt werden, fixiert (Gewindeschrauben).

Im geschlossenen Zustand (Würfel), wird die Deckenplatte durch vier filigrane Stahlstützen entlastet. Am Boden und an der Decke werden die kreuzförmigen Stützen in die durch die Scharniere entstandenen Fugen zwischen den Kassetten gesteckt. Oben liegen die Deckenkassetten auf flachen Auflagerplatten auf. Die Stützen bilden gleichzeitig den Rahmen für die Beleuchtungselemente, die den Würfel bei Nacht von innen heraus erstrahlen lassen (Akkubetriebene LED).

Bei Regen wird der Würfel mit einem gelben Regenmantel aus Planstoff abgedeckt und mit den unteren Rahmen verzurrt.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

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Schicke uns bitte bis 20.07.2020 dein Projekt und einen Bericht über dein Semester über das Einreichformular!
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